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Geschichte der Fotografie

Camera Obscura

Die Camera Obscura war ein abgedunkelter Raum mit einem Loch in der Wand. Durch dieses Loch wurde das einfallende Licht auf die gegenüberliegende Wand (auf dem Kopf stehend und spiegelverkehrt) projiziert. Bereist 300 Jahre v. Chr. erkannte der griechische Philosoph Aristoteles dieses Prinzip. Leonardo da Vinci forschte an diesem Prinzip im 15. Jahrhundert weiter bis 200 Jahre später die ersten Cameras gebaut wurden.

Chemischer Entwicklungsprozess

Neben der Projektion eines Bildes musste auch die Speicherung der Projektionen gelöst werden. Verschiedene Chemiker und Physiker arbeiteten mit Silberlösungen und -salzen, welche die Eigenschaft hatten, sich bei Lichteinfall dunkel zu färben. Die aus Frankreich stammenden Brüder Niépce lösten Ende des 18. Jahrhunderts die Fixierung eines einmal belichteten Materials.

Die erste Fotografie
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Es waren ebenso die Gebrüder Niépce, die in 1815 die erste Fotografie mit einer Belichtungszeit von mehreren Stunden anfertigten (für Details und Copyrights bitte auf das Bild klicken). Auf dieser Basis entstanden Plattenkameras, die später auch in Serie gefertigt wurden. Später lösten Rollfilme die unhandlichen Fotoplatten ab.

Die Kleinbildkamera

In 1914 entwickelte Oscar Barnack in den Ernst-Leitz-Werken in Wetzlar die erste Kleinbildkamera, die einen 35-Millimeter-Film aus der Kinofilmproduktion für die Fotografie verwendete. In 1924 beschloss der damalige Firmenchef Ernst Leitz II die Produktion dieser Kamera in Großserie.

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Auf diesem Prinzip wurden später auch von anderen Herstellern Sucherkameras, sowie Ein-und Zweiäugige Spiegelreflexkameras entwickelt. Den Kleinbildfilm gab es für Schwarz-Weiß und Farbe als Negativ-Film oder Dia-Positiv-Film in unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten. Der Kleinbildfilm dominierte die Fotowelt bis zur Ablösung durch die Digitalkameras um die Jahrtausendwende.

Die Digitalfotografie

Die erste Digitalkamera wurde 1991 von der Firma Dycam auf der Computerfachmesse CeBIT vorgestellt. 1994 folgten die großen Hersteller Kodak, Rollei, Sony und Leaf mit eigenen Modellen. Die ersten Modelle verfügten über Bildsensoren mit einer Auflösung von nur 376x284 Bildpunkten. Bis zum Jahr 2000 folgten bezahlbare Cameras für die Consumer mit einer Auflösung von 1-2 Megapixeln. In großen Schritten entwickelte sich die Digitaltechnik weiter.