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Hugenottengemeinden Daubhausen und Greifenthal
Im Jahre 1685 nahm Graf Wilhelm Moritz zu Solms-Greifenstein aus Frankreich geflüchtete Protestanten, die dort wegen ihres evangelischen Glaubens verfolgt worden waren, in seinem Lande auf. Er wies sie in das Dorf Daubhausen ein. Da hier nicht alle Auskommen finden konnten, legte er 1689/1690 das Dorf Greifenthal an.
Der Graf gewährte diesen Protestanten (Hugenotten genannt) zahlreiche Privilegien, die darauf ausgerichtet waren, die französische Kolonie Daubhausen-Greifenthal in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten. So machte er es den Hugenotten zur Pflicht, die "französische Sprache sauber und rein" zu halten, damit seine deutschen Landeskinder, die "Lust dazu haben, diese Sprache wohl sprechen und lernen mögen". Deshalb durften nur Pfarrer und Lehrer in ihr Amt berufen werden, die die französische Sprache vollkommen beherrschten. Am 12.8.1686 übergab der Graf den Hugenotten die Kirche in Daubhausen als "französisch-reformierte" und gewährte ihnen die Führung eines Kirchensiegels in obenstehender Abbildung. Die Inschrift lautet "LEGLISE FRANCOISE DE DAUBHAUSS" (in deutsch: "Die französische Kirche von Daubhausen"). Die Buchstaben W.M.F.H. sind die Initialen des Grafen Wilhelm Moritz zu Solms -Greifenstein.
